Werde ich Schulen oder Schulungen besuchen und meiner Zeit als FWDL, GWDL?

(Anmerkung: So war das damals bei mir (heute gibt es ja nur noch den Freiwilliger Wehrdienst, FWD) - ich war Grundwehrdienstleistender, GWDL und machte Grundwehrdienst, GWD, und verlängerte um 3 Monate auf Freiwilliger Wehrdienst Leistender, FWDL. Ich war 2002-2003 bei der Bundeswehr.)

Dies war am Ende der AGA und der Grundausbildung oder auch am Anfang der Truppenverwendung bekanntgegeben.

Grundsätzlich wurde man auf technische Lehrgänge geschickt, wenn man in die Inst. oder Wartung geht. Bei versorgenden Tätigkeiten oder auch im Transportzug wird man auf Führerschein geschickt. Grob gesagt: Man lernt, an Panzern oder Fahrzeugen zu schrauben und/oder man wurde auf Führerschein geschickt.

Es gibt noch Schulen, wo man als Buchhalter angelernt wird. Aber um’s kurz zu machen: Das, was man wissen braucht, wird einem gezeigt. PC-Kurse, oder Word selbst, wenn man im Geschäftszimmer am PC sitzt, sind leider nicht drin.
Das finde ich schade, da man so wenigstens einen Nachweis für den späteren Arbeitgeber hätte.

Heute im Freiwilliger Wehrdienst ist das alles ganz anders. Was es da an Schulungen oder BFD (Berufsförderungsdienst) für den späteren Ausstieg gibt müsst ihr wirklich dringend erfragen! Denn irgendwann ist eure Zeit bei der Bundeswehr um. und entweder wartet das zivile Leben oder sehr unwahrscheinlich hochdekoriert der Ruhestand mit knapp 50 auf euch…

Was ist mit BFD?

Das ist der Berufsförderungsdienst, den es für Soldaten auf Zeit wie auch für Grundis, GWDL, FWDL, gibt. Dort besteht die Möglichkeit, bestimmte Kurse zu besuchen. Bei SaZ können Umschulungen, Lehrgänge, Meister, usw. genutzt werden. Ich beziehe mich hier aber nur auf meine Zeit damals als W9 / FWDL:

Es steht euch ein bestimmter Betragt zu, 1300 DM, damals, 2002, was ca. 650 Euro sind. Mit diesem Betrag können Kurse besucht werden.

Dies steht jedem zu. Für BFD gab es 5 Tage Sonderurlaub, wer mehr als 5 Tage BFD als machte, musste seinen Erholungsurlaub dazu nutzen.

Das Angebot ist sehr unterschiedlich und sollte in jedem Kasernengebäude mit Wohnmöglichkeit liegen.

Ich kann es empfehlen, denn man bekommt es bezahlt und hat dazu noch Urlaub.

Ich hatte damals in meiner Zeit als GWDL ein oder zwei Linux-Kurse gemacht (Computerweiterbildung) – wenn es mehr kostet, könnt ihr auch was dazu zahlen. Damals war das alles recht kulant gelaufen und die Zuzahlung vom BW richtete sich nach eurer Dienstzeit!

So ist es auch heute nicht wirklich anders. Nutzt auf jedenfall diese Wiedereingliederung in das zivile Leben: viele machen ne Weiterbildung oder ne neue Ausbildung!

Es ist leider auch heute nicht mehr so einfach von der gedienten Zeit ins zivile Leben zurückzukommen… wenige Firmen der freien Wirtschaft warten auf euch. Also überlegt schon beim UNTERSCHREIBEN was ihr nach euren 12 Jahren zivil machen werdet!

Ich hatte damals die Zeit als W9 genutzt und auf FWDL verlängert – in der Zeit hatte ich mich für nen zivilen Ausbildungsplatz beworben – das war schon super! Und gab mir sozusagen “fast ein Jahr” Geld und Zeit mir ne tolle Firma zu suchen.

Auch wenn ich heute beruflich nun was anderes mache – und wirklich mit IT NICHTS mehr zu tun haben möchte (ausser auf Update und Backup zu klicken und den mac zu starten und zu öffnen… ) , so hatte ich doch einen guten Start ins zivile Leben – weil ich eben in meiner GWDL / FWDL mir ganz entspannt Ausbildungsplätze aussuchen konnte!

Und im Gegensatz zu vielen Salami Würstchen-Teamleiter-Schweizer-Uni-Ralph-Lauren-Parfum war der alte damalige Abteilungsleiter auch ein Gedienter und ein paar andere IT Nerds im Team auch beim Bund gewesen.

  • Hier ist noch ne gute Seite direkt von offizieller Natur: berufsfoerderungsdienst.org

Nur wie gesagt: Macht euch da keine große Hitparade und denkt nicht, dass die Wirtschaft auf euch wartet. Ihr werdet zu 99% nur ungediente Salamis und Vorgesetzte haben, die Flecktarn als ne Modemarke denken. Bis auf den Ausbildungsplatz, waren später alle anderen Jobs oder Tätigkeiten mit ungedienten “Kollegen” oder Vorgesetzten. Freie Wirtschaft und Office Zombies sind eben keine Kameradschaft und kein “Zugleich!”

Also, macht Karriere beim Bund, ne gescheite Ausbildung, legt euch genug Geld zurück, und vieles andere.

Entdecke jetzt, wie du warme Hände und Füße haben wirst! Tipps für warme Hände und Füße!

Eignet sich natürlich auch außerhalb eures Dienstes..

Empfehlenswertes Zubehör für Grundausbildung

Welches Zubehör kann ich empfehlen? Für deine erste Zeit und erste Woche im Wehrdienst benötigst du:

Tipps für die Kampfstiefel

  • Ein Geheimtipp: Seal-Skinz wasserdichte Socken - denn eure normalen Kampfstiefel sind nur aus Leder: nach 24h Einsatz im Biwak oder Gelände bei feuchtem Wetter wirds innen nass, dann gibts Reibung und Blasen. Da ist gleich so ein paar bei Feuchtigkeit zu tragen echt super.. Zu meiner Zeit gab es sowas feines leider noch nicht, aber heute habt ihr die Möglichkeit, eure Füße länger trocken zu halten. Ich nutze diese in normalen Stiefeln und nasse Füße sind Geschichte! Sind etwas teuer, das stimmt, aber halten dicht bei nassem Wetter. Und trockene Füße geben keine Blasen! 1 Nummer Größer kaufen: habt ihr Fußgröße 42-43, dann 43-46 kaufen, etc. Oder einfach einszueins passend zur SCHUHgrösse kaufen.
  • Die besten Socken produziert Falke: FALKE Herren Trekking-Socke TK 2, die genannten Socken zeichnen sich durch gute Passform aus und sind dort verstärkt, wo man sich schnell Blasen holt (Zehen und Ferse). Zieht diese unter eure oliven BW-Socken, dies ist ein weiterer Geheimtipp, Blasen vorzubeugen. Es ist Vorschrift (ZDV), dass ihr immer die BW Socken sichtbar in die Schuhe anziehen müsst - aber es gibt zum Glück keine Vorschrift, die 2 Socken anziehen verbietet :-). Ich empfehle immer 2 Paar Socken in die Stiefel anzuziehen: Schweiss wird aufgesaugt, Blasen vermieden und die Kampfstiefel sitzen besser und scheuern nicht. Denkt auch daran, alle eure Socken nur mit wenig Waschmittel und keinem Weichspüler zu waschen! Jeder Rest von Waschmittel in den Socken weicht zusätzlich eure Fusshaut auf: Blasengefahr (alter Tipp vom Uffz.. - der stimmt).

Alexander berichtet über seine Zeit & Erfahrung beim Heer 2002-2003

  1. Warum hast du dich dafür entschieden Wehrdienst zu leisten? Oder war das damals noch Pflicht als du das gemacht hast?
  2. Was hat es mit der Musterung auf sich, was passiert da konkret?
  3. Wie lange geht der Wehrdienst?
  4. Was lernt man da alles?
  5. Ist man dann permanent im Dienst oder darf man zwischendurch auch nach Hause?
  6. Kann man selbst entscheiden ob man hier in Deutschland stationiert bleibt oder zum Beispiel nach Afghanistan muss?
  7. Wie viel verdient man?
  8. Wie sind die Karrierechancen nach dem Wehrdienst?
  9. Mit welchen Waffen hantiert man alles?
  10. Wie viel Fitnesstraining gibt es? Sollte man da bereits ein Mindestmaß an Fitness mitbringen?
  11. Ist das Essen so schlecht wie es ihm nachgesagt wird?
  12. Was hat dir persönlich Spaß gemacht?