Im Grunde ist beim Militär Strategie einfach alles. Es soll schon winzige Heere gegeben haben, die eine Übermacht schlagen konnten, nur weil ihre Anführer besser im Voraus zu planen vermochten. Und wenn wir Bundis irgendwo durch den Schlamm robben und uns an ein Versteck anpirschen, dann doch immer im Rahmen eines großen Plans, der dazu dient, eine komplexe Mission zu erfüllen. So hoffen wir es jedenfalls.

10 Millionen Dollar für die zweijährige Nutzung

Mittlerweile sind wir an einem Punkt der Weltgeschichte angelangt, der die Frage aufkommen lässt: Können künstliche Intelligenzen nicht sogar besser planen als Menschen? Die US-Armee scheint zumindest in diese Richtung zu denken, denn sie hat sich gerade für 10 Millionen Dollar zwei Jahre Zugriff auf die KI Libratus gesichert. Der Supercomputer hat seinen hohen Bekanntheitsgrad der Tatsache zu verdanken, dass er vier erfahrene Pokerprofis im No-Limit-Hold’em souverän geschlagen hat. Nun soll er mit seinen Simulationen die Abteilung Defense Innovative Unit nach Kräften unterstützen. Nimmt Libratus es auch mit Generälen statt mit Pokerspielern auf?

Pokernde Astrophysikerin ist jetzt schon gespannt

Bedenken sollte man dabei eines: Wenn es um eine ausgefeilte Strategie geht, gehört für Profis des Nervenkitzelsports deutlich mehr dazu, als nur Regeln und Kniffe im Schlaf zu kennen. Erfolgreiche Poker-Pros wie Liv Boeree schaffen es, die nächsten Schritte des Gegners vorherzusagen, die eigenen Fähigkeiten optimal einzusetzen und jede noch so kleine Chance zu nutzen. Dafür müssen viele Informationen verarbeitet und richtig verknüpft werden. Diese Vorgehensweise erleichtert es auch, die militärische Grundausbildung zu meistern, sie ist in der Armee allgemein von großem Nutzen, ebenso wie am Pokertisch. Gerade der studierten Astrophysikerin Boeree gelang es in der Vergangenheit immer wieder, besonders zu glänzen. Kein Wunder, dass auch sie sich für Künstliche Intelligenz interessiert und, wie sie kürzlich auf Twitter schrieb, die Zusammenarbeit zwischen dem US-Militär und Libratus interessiert beobachtet.

Die drei Funktionsmodule von Libratus

Die KI basiert auf drei unterschiedlichen Modulen, wobei das “Reinforcement Learning” den wichtigsten Part übernimmt. Der Supercomputer nutzt das Trial-and-Error-Prinzip im Spiel gegen sich selbst und gleicht die Ergebnisse mit den vorhandenen statischen Wahrscheinlichkeiten ab. Dabei lernt er konstant dazu und erreicht dadurch ein sichtbar meisterliches Niveau. Das zweite Modul nutzt diese Grundlage dann aus, um Situationen besser zu beurteilen, die im Spiel des Öfteren auftreten. Es entwickelt daraus entsprechend angepasste Strategien, die mit größter Wahrscheinlichkeit zum Sieg führen. Diese Lösungen werden im dritten Modul stetig verbessert und flexibilisiert, denn im Pokern gleicht keine Spielsituation exakt der anderen. Darum besteht die Notwendigkeit, auch auf die Details und Besonderheiten eines Spielzugs zu reagieren und nicht nur nach Schema F zu verfahren.

Wird die Welt zu einer Art Pokertisch für KIs?

Jeder begabte Gegner, der gegen Libratus antritt, hilft dem System dabei, noch besser zu werden. Das würde auch beim Militär funktionieren: Jedes Scharmützel, jedes Aufeinandertreffen mit dem Feind und sogar bereits jede Simulation hebt die KI auf ein neues Level. Ob Libratus allerdings schneller und effektiver lernt als ein Mensch, sei dahingestellt. Es mag vielleicht einige wenige Menschen geben, die dem System jetzt noch das Wasser reichen können, aber in Zukunft ändert sich dies aller Wahrscheinlichkeit nach. Mutiert dann die Welt zu einer Art Pokertisch für künstliche Intelligenzen? Wirklich angenehm klingt das nicht, aber wenn wir optimistisch an die Sache herangehen, dann kann der militärische Einsatz von Libratus und Co. auch dafür sorgen, dass die Kampfhandlungen möglichst kurz ausfallen oder, noch besser, nur noch im virtuellen Raum stattfinden. Damit hätte sich dann auch der Wehrdienst erledigt, ob freiwillig oder durch staatliche Verpflichtung.

Ja, ich weiß, ich drifte gerade in Utopien ab. Die Entwicklungen der Weltgeschichte sind nun einmal schwer vorhersehbar, es hat schon in der Vergangenheit immer wieder Überraschungen gegeben. Positive wie negative Entwicklungen. Da müsste man schon selbst ein Supercomputer sein, um die Geschicke vorherzusehen – doch auch dann ließe sich nur von gewissen Wahrscheinlichkeiten reden und keinesfalls von einer absoluten Sicherheit. Kehren wir also lieber wieder zu konkreten Daten zurück, und zwar die von Libratus.

Libratus pokerte vier Profis auf einmal ins Aus

Das Programm absolvierte sein erstes großes Pokerturnier Anfang 2017 im amerikanischen Pittsburgh. Es trat nicht nur gegen einen, sondern sofort gegen vier berühmte Poker-Pros gleichzeitig an: Daniel McAulay, Jason Les, Jimmy Chou und Dong Kim. Das Event dauerte volle 20 Tage und enthielt zum Schluss mehr als 120.000 gespielte Hände. Ein echtes Mammut-Turnier also, das die menschlichen Spieler krachend verloren. Die Gewinnrate des Computers entpuppte sich als genial hoch, Dong Kim konnte noch am ehesten mit dem System mithalten. Er verlor “nur” 85.649 Chips, während Jason Les 880.087 Jetons loswurde. Echtes Geld kam nicht zum Einsatz, sonst hätten sich die Profi-Spieler sicher schwarzgeärgert. Laut verschiedener Online-Berichte soll Dong Kim später gesagt haben: “Ich fühlte mich, als spielte ich gegen jemanden, der betrügt und meine Karten sehen konnte. Ich werfe ihr nicht vor zu betrügen. Sie war einfach nur so gut.”

Kein Wunder also, dass das US-Militär auf diese künstliche Intelligenz aufmerksam wurde. Was die Armee nun genau damit anfängt, wird sich noch zeigen, aber wahrscheinlich werden wir Normalos gar nicht viel davon erfahren. Hoffentlich wird der Einsatz dieser Technik mehr Sicherheit bringen und Auseinandersetzungen eher vermeiden als sie zu befördern.

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Eignet sich natürlich auch außerhalb eures Dienstes..

Empfehlenswertes Zubehör für Grundausbildung

Welches Zubehör kann ich empfehlen? Für deine erste Zeit und erste Woche im Wehrdienst benötigst du:
  • Xenofit Hirschtalg-Sportcreme - hilft extremst Blasen vorzubeugen!! Selbst getestet.
  • Compeed Blasenpflaster - hilft, wenn die Blase einmal da ist.. Und hilft, damit die Blase nicht schlimmer wird, wenn sie da ist.. Diese Pflaster sind super bei großen Blasen.
  • Leukoplast - damit könnt ihr Blasen überkleben.
  • Panzertape - besorgt ihr euch vorher, damit klebt ihr eure Fersen zu. Auch nach 20 km bekommt ihr dann keine Blasen!
  • Original BW Unterhemd. Kauft euch zwei zusätzliche. Ihr werdet sehr viele dieser Dinger verschwitzen und werdet froh sein, wenn ihr zusätzliche habt. Es gibt von der BW nur 3, und die sind zu wenig! 2x kaufen, dann habt ihr genügend T-Shirts zum wechseln (glaubt mir einfach...).
  • *Pinzette, um Zecken zu entfernen & eine Zeckenzange (beides kaufen und mitbringen! Das eine ist für euch, das andere für die Kameraden - die es dann verlieren... wie so oft ... ). Lass die Finger von den üblichen Apotheken-Plastikkackdinger - die taugen nichts und quetschen die Zecken>Infektionsgefahr. Ne spezielle Zange & Pinzette ist das beste, wie hier. So hasst du beides in einem: diese Zange zum herausheben oder Pinzette - je nachdem wie groß der Bock ist und wie schwer oder leicht erreichbar. Und diese Scheckkartenformate sind bei Hund oder Mensch unpraktisch. Und wenn: GANZ LANGSAM herausziehen - dann passiert nix euch. Nicht reissen, kein Drehen, kein Hebeln. Die müsst ihr nicht im Marschgepäck dabei haben - auf der Stube lassen genügt. Und ihr werdet euren Kameraden ne Freude machen: Die haben garantiert nichts.

Tipps für die Kampfstiefel

  • Ein Geheimtipp: Seal-Skinz wasserdichte Socken - denn eure normalen Kampfstiefel sind nur aus Leder: nach 24h Einsatz im Biwak oder Gelände bei feuchtem Wetter wirds innen nass, dann gibts Reibung und Blasen. Da ist gleich so ein paar bei Feuchtigkeit zu tragen echt super.. Zu meiner Zeit gab es sowas feines leider noch nicht, aber heute habt ihr die Möglichkeit, eure Füße länger trocken zu halten. Ich nutze diese in normalen Stiefeln und nasse Füße sind Geschichte! Sind etwas teuer, das stimmt, aber halten dicht bei nassem Wetter. Und trockene Füße geben keine Blasen! 1 Nummer Größer kaufen: habt ihr Fußgröße 42-43, dann 43-46 kaufen, etc. Oder einfach einszueins passend zur SCHUHgrösse kaufen.
  • Die besten Socken produziert Falke: FALKE Herren Trekking-Socke TK 2, die genannten Socken zeichnen sich durch gute Passform aus und sind dort verstärkt, wo man sich schnell Blasen holt (Zehen und Ferse). Zieht diese unter eure oliven BW-Socken, dies ist ein weiterer Geheimtipp, Blasen vorzubeugen. Es ist Vorschrift (ZDV), dass ihr immer die BW Socken sichtbar in die Schuhe anziehen müsst - aber es gibt zum Glück keine Vorschrift, die 2 Socken anziehen verbietet :-). Ich empfehle immer 2 Paar Socken in die Stiefel anzuziehen: Schweiss wird aufgesaugt, Blasen vermieden und die Kampfstiefel sitzen besser und scheuern nicht. Denkt auch daran, alle eure Socken nur mit wenig Waschmittel und keinem Weichspüler zu waschen! Jeder Rest von Waschmittel in den Socken weicht zusätzlich eure Fusshaut auf: Blasengefahr (alter Tipp vom Uffz.. - der stimmt).

Der ULTIMATIVE Ausrüstungstipp für den Dienst

Nen Tipp, denn ihr werdet keine haben oder mit eurer ollen Fozzil Uhr auftauchen wollen: Ne Billige, aber wasserdichte Casio Uhr MIT Licht drin. Wie z.B: diese Casio Uhr*.

Warum? Erstens habt ihr immer ne genaue Uhrzeit.

Zweitens: Habt ihr nen Wecker und braucht euer doofes Handy nicht mit rumschleppen. Ganz ehrlich: 5 Tage Biwak und euer Handy ist dabei? Am besten noch mit Akkupack? Jetzt komm, verarsch mich nicht… Die Mumu deiner Fräundin wird nicht trocken, wenn dein Akku leer ist und du nicht anrufen kannst. Aber dein Stuffz wird dich morgens raus föhnen, wenn du nicht früh genug vom Kamerad oder deiner Casio geweckt wirst. Und für die Akkudose kannst du dir paar Riegel mitnehmen. Die halten dich fit, die Lithiumbatterien nicht.

Drittens: du hast ne MINILAMPE drin. Stockdunkel? Akku vom Doofphone ist leer und der Akkupack beim Kameraden steckt in seiner Unterhose zum Aufwärmen der Klöten? Dann freust du dich, wenn du ne kleine Lampe am Handgelenk hast, die blinkt um Stockdunkelwald und du siehst, welche richtug du aussem Schlafsack aussteigen kannst. Hab gehört, in so nem Schlafsack kann es dunkel sein.

Viertens: das ding sollte mindestens 50m Schwimmdicht sein - dann schaffst du auch die Schwimmprüfung ohne Uhr abfummeln zu müssen. Wenn du tauchen musst, nimm 100m Dichtheit. Die genannte Uhr kostet nicht mal nen Zwanni und ist 100m dicht.

Fünftens: Hast nen wasserdichten Plastikbomber mit Minilampe und Wecker am arm, wird es dir auch egal sein, wenn du dich im Matsch oder in den Graben wirfst. Oder von der HiBa über ne Holzlatte kugelst. Bei deiner Achsotollen-Fozzil-Uhr wirst dich nicht ins Feld werfen.

Sechtens: Beim NACHTALARM machen die Uffze auch nicht immer für euch das Licht an. Da seid ihr froh, wenn ihr ne Minilampe am Handgelenk habt, um den Weg zum Spind zu finden...

Die genannte Casio langt dicke und ist unauffällig schwarz. Ne schlichte G-Shock tut es auch, was gescheites kostet aber um die fünfzig euro.

Ich hab dir übrigens die 100m Variante von Casio ausgesucht. Dann kannst du auch nach der Gewehrattrappe im Pool tauchen, wenn du die Schwimmprüfung ablegen musst 🙂 Hier meine Empfehlung: diese Casio Uhr*.

Alexander berichtet über seine Zeit & Erfahrung beim Heer 2002-2003

  1. Warum hast du dich dafür entschieden Wehrdienst zu leisten? Oder war das damals noch Pflicht als du das gemacht hast?
  2. Was hat es mit der Musterung auf sich, was passiert da konkret?
  3. Wie lange geht der Wehrdienst?
  4. Was lernt man da alles?
  5. Ist man dann permanent im Dienst oder darf man zwischendurch auch nach Hause?
  6. Kann man selbst entscheiden ob man hier in Deutschland stationiert bleibt oder zum Beispiel nach Afghanistan muss?
  7. Wie viel verdient man?
  8. Wie sind die Karrierechancen nach dem Wehrdienst?
  9. Mit welchen Waffen hantiert man alles?
  10. Wie viel Fitnesstraining gibt es? Sollte man da bereits ein Mindestmaß an Fitness mitbringen?
  11. Ist das Essen so schlecht wie es ihm nachgesagt wird?
  12. Was hat dir persönlich Spaß gemacht?