(Anmerkung: So war das damals bei mir (heute gibt es ja nur noch den Freiwilliger Wehrdienst, FWD) - ich war Grundwehrdienstleistender, GWDL und machte Grundwehrdienst, GWD, und verlängerte um 3 Monate auf Freiwilliger Wehrdienst Leistender, FWDL. Ich war 2002-2003 bei der Bundeswehr.)

Heimfahrten sind kostenlos, so stands damals im Papier. Die Tatsache war aber oft anders

In der Grundausbildung: Tatsache war, dass man freitags mit der Bahn heimfuhr und sonntags oder montags wieder erschienen musste.

Muss man mit Bus zum Bahnhof fahren, soll man die Belege sammeln. Das Geld gab es monatlich wieder auf das Konto zurück. Galt aber natürlich nur für Wochende!

Wer per Auto am Wochenende fährt, bekam, neben dem Entfernungsgeld, auch Kilometergeld, aber halt nur, wenn wirklich es mit der Bahn unzumutbar länger gewesen wäre zu fahren. Das Kilometergeld langt aber alles kaum, um zweimal im Monat heimzufahren, wenn ihr weiter weg wohnt und ihr nicht 10 Stunden unterwegs sein wolltet und euer Auto nahmt.

Den Bahnberechtigungsausweis galt dazu noch als Bahncard 25.

Alles in allem sind Wochenendheimfahrten eine zeitaufwendige und teure Sache gewesen, die sich viele damals nicht leisten konnten oder nur mit Fahrgemeinschaft. Manche sind auch nur einmal im Monat heim gefahren und blieben am Wochenende in der Kaserne.

Währen der Woche habt ihr ja sowieso AGA – da könnt ihr nicht raus oder heim, zumindest ohne im Knast danach zu landen.

Später in der Truppenverwendung und eurer Laufbahn könnt ihr natürlich raus, nach Dienstschluss und auch am Wochenende heim. Wohntet ihr jedoch sehr nah an der Kaserne, gab es nur diesen kleinen Zuschuss für die Fahrkarte, tägliches pendeln musste man zum Großteil also selbst bezahlen. Ich hatte mir dann später ne Mehrfahrtenkarte geholt oder Monatskarte mit Ermäßigung. Ganz gratis kam ich also weder am Wochenende noch während der Woche heim, weil ich eben “zu nah an der Kaserne” lebte …

Heute wurde es glücklicherweise für Heimfahrten etwas besser.

Heimfahrt und Kosten Heimfahrt Freiwilliger Wehrdienst heute

Noch ein Zitat aus einer offiziellen Broschüre:

“Und wenn Sie am Wochenende mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause
fahren, werden Ihnen die Fahrtkosten – bis zu fünf Mal im Monat – erstattet, sofern Sie nicht kostenfrei mit dem Berechtigungsausweis für Familienheimfahrten fahren können.” … “Dauert die Reise mit Bus und Bahn zu lange oder ist sie aus anderen Gründen unzumutbar, erhalten Sie von der Bundeswehr auch für Heimfahrten mit dem eigenen Fahrzeug nach Hause einen finanziellen Zuschuss bis zur Höhe des jeweils geltenden Tarifs der Deutschen Bahn AG. Ein zusätzlicher Bonus für Freiwilligen Wehrdienst Leistende auf Reisen: Mit dem Berechtigungsausweis für Familienheimfahrten können Sie Fahrkarten der Deutschen Bahn AG mit 25 Prozent Ermäßigung auf den Normalpreis…” (Quelle: freiwillig-dienen-download-bmvg-data.pdf)

 

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Eignet sich natürlich auch außerhalb eures Dienstes..

Empfehlenswertes Zubehör für Grundausbildung

Welches Zubehör kann ich empfehlen? Für deine erste Zeit und erste Woche im Wehrdienst benötigst du:

Tipps für die Kampfstiefel

  • Ein Geheimtipp: Seal-Skinz wasserdichte Socken - denn eure normalen Kampfstiefel sind nur aus Leder: nach 24h Einsatz im Biwak oder Gelände bei feuchtem Wetter wirds innen nass, dann gibts Reibung und Blasen. Da ist gleich so ein paar bei Feuchtigkeit zu tragen echt super.. Zu meiner Zeit gab es sowas feines leider noch nicht, aber heute habt ihr die Möglichkeit, eure Füße länger trocken zu halten. Ich nutze diese in normalen Stiefeln und nasse Füße sind Geschichte! Sind etwas teuer, das stimmt, aber halten dicht bei nassem Wetter. Und trockene Füße geben keine Blasen! 1 Nummer Größer kaufen: habt ihr Fußgröße 42-43, dann 43-46 kaufen, etc. Oder einfach einszueins passend zur SCHUHgrösse kaufen.
  • Die besten Socken produziert Falke: FALKE Herren Trekking-Socke TK 2, die genannten Socken zeichnen sich durch gute Passform aus und sind dort verstärkt, wo man sich schnell Blasen holt (Zehen und Ferse). Zieht diese unter eure oliven BW-Socken, dies ist ein weiterer Geheimtipp, Blasen vorzubeugen. Es ist Vorschrift (ZDV), dass ihr immer die BW Socken sichtbar in die Schuhe anziehen müsst - aber es gibt zum Glück keine Vorschrift, die 2 Socken anziehen verbietet :-). Ich empfehle immer 2 Paar Socken in die Stiefel anzuziehen: Schweiss wird aufgesaugt, Blasen vermieden und die Kampfstiefel sitzen besser und scheuern nicht. Denkt auch daran, alle eure Socken nur mit wenig Waschmittel und keinem Weichspüler zu waschen! Jeder Rest von Waschmittel in den Socken weicht zusätzlich eure Fusshaut auf: Blasengefahr (alter Tipp vom Uffz.. - der stimmt).

Alexander berichtet über seine Zeit & Erfahrung beim Heer 2002-2003

  1. Warum hast du dich dafür entschieden Wehrdienst zu leisten? Oder war das damals noch Pflicht als du das gemacht hast?
  2. Was hat es mit der Musterung auf sich, was passiert da konkret?
  3. Wie lange geht der Wehrdienst?
  4. Was lernt man da alles?
  5. Ist man dann permanent im Dienst oder darf man zwischendurch auch nach Hause?
  6. Kann man selbst entscheiden ob man hier in Deutschland stationiert bleibt oder zum Beispiel nach Afghanistan muss?
  7. Wie viel verdient man?
  8. Wie sind die Karrierechancen nach dem Wehrdienst?
  9. Mit welchen Waffen hantiert man alles?
  10. Wie viel Fitnesstraining gibt es? Sollte man da bereits ein Mindestmaß an Fitness mitbringen?
  11. Ist das Essen so schlecht wie es ihm nachgesagt wird?
  12. Was hat dir persönlich Spaß gemacht?