Was kam bei mir damals, 2002, nach 3 Monaten Grundausbildung? Was mach ich denn, wenn die lustigen 3 Monate zu Ende sind? Etwas Historie.

Nach der Grundausbildung und im Grundwehrdienst

Bei mir war das damals so… Unsere Grundausbildung hatte 3, statt wie manchmal üblich, 2 Monate gedauert. Also 3 Monate das volle Programm. Oftmals ist es so, dass man 2 Monate AGA hat und 1 Monat Spezialausbildung.

Ich denke, unsere Ausbilder hatten wohl viel Spass dabei, 3 Monate lang eine “Spezial”ausbildung mit uns zu machen..

Egal. Rückblickend war es anstrengend, hatte aber auch viele gute Erinnerungen und ein besonderes Gefühl der Gemeinschaft hinterlassen, die ich seitdem nicht mehr im Leben angetroffen hab.

So war es dann, dass die 3 Monate irgendwann vorüber waren. Man bekam frühzeitig gesagt, wohin man eingesetzt wird.

Möglich war damals alles von

  • Küchenhilfe / Feldkoch
  • Transportdienst
  • Bollerköpfe > Artillerie
  • Innendienst mit diversen Aufgaben
  • San-Dienste
  • usw..

Mir kam es so vor, dass sie die eher Abiturienten in den Innendienst steckten. Vielleicht waren das auch die einzigen, die richtig lesen und schreiben konnten 🙂

Nun ja. Ich hatte das Glück, die restlichen 9 Monate (hatte ja auf ingesamt 12 Monate verlängert) im Innendienst zu sein.

Hatte in der Zeit nicht 1 Marsch aktiv miterlebt und mal eben so 10 Kilo an der Wampe zugenommen.

Wie das geht? Genauso viel fressen wie in der AGA und noch weniger Bewegung als nen Büro-Job als Angestellter hat.

Man konnte also nichts genaues sagen, wo ihr hinkommt.

Hattet ihr vielleicht ne technische Ausbildung gemacht, wurde man euch sicher in technische Bereiche beim Bund stecken.

So schlimm ist es aber nicht wirklich. Türlich habt ihr diverse XXX. Wie eigentlich immer und überall im Leben gehen einem 5-10 % aller Leute mehr oder weniger tierisch aufn Sack. Damit muss man halt umgehen. Leider.

Ich hatte jedoch als Vorgesetzten total locker Leute und Feldwebel, die alle noch fauler als ich waren und so lies sich die Zeit gut aushalten. Bis auf den Hauptmann – aber der war kaum zu sehen.

Nur das Büro gegenüber hatte ich nen cholerischen XXX, der mir zum Glück aber nix zu sagen hatte, da er zu ner anderne Stabsstelle gehörte.

Jede Pause wurd damals geschlafen.

Ab und zu Kameraden im Dienst besucht. Natürlich immer pünktlich DS (Dienstschluss) gemacht.

Ab und wann kam halt Papierkram. Das meistens zu Monatsende und tierische haufen. Bedeutete dann ne Woche lang viel Arbeit und die kommenden 4 Wochen wieder FHM, Bildzeitung oder sonstige Aktiväten.

Langweilige 9 Monate? Nicht wirklich. Denn:

Ich hatte das ganze recht gut genutzt, da ich in der Zeit nach ner Ausbildungsstelle suchte und das ganze Bewerbungstippen auf der “Arbeit” erledigte.

Man sollte halt mit seinen Vorgesetzten sprechen. Wenn man Glück hat und die Arbeit es erlaubt, stellen die einen vielleicht frei. Und ich bekam auch noch Sonderurlaub für Bewerbungsgespräche!

Dann noch viele Wachdienste und GVD. Die Zeit ging rum.

Es ging

Ich kann mich praktisch nur an einen Ex-Abi-Kumpel erinnern, der im Transportzug gelandet ist.

Muss wohl auch viel Spass da gehabt haben. LKW Führerschein, viel rumgefahren. Lag ihm wohl sehr. Ansonsten waren alle Bekannten Innendienst.

Manchmal bleibt ihr sogar in eurer Einheit. Fest sagen lässt sich sowas nicht.

Heute ist das ja ganz anders. Ich habt ja ne ganz andere Laufbahn beim Freiwilliger Wehrdienst, so vergleichen kann man das also nicht mehr.

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Eignet sich natürlich auch außerhalb eures Dienstes..

Empfehlenswertes Zubehör für Grundausbildung

Welches Zubehör kann ich empfehlen? Für deine erste Zeit und erste Woche im Wehrdienst benötigst du:

Tipps für die Kampfstiefel

  • Ein Geheimtipp: Seal-Skinz wasserdichte Socken - denn eure normalen Kampfstiefel sind nur aus Leder: nach 24h Einsatz im Biwak oder Gelände bei feuchtem Wetter wirds innen nass, dann gibts Reibung und Blasen. Da ist gleich so ein paar bei Feuchtigkeit zu tragen echt super.. Zu meiner Zeit gab es sowas feines leider noch nicht, aber heute habt ihr die Möglichkeit, eure Füße länger trocken zu halten. Ich nutze diese in normalen Stiefeln und nasse Füße sind Geschichte! Sind etwas teuer, das stimmt, aber halten dicht bei nassem Wetter. Und trockene Füße geben keine Blasen! 1 Nummer Größer kaufen: habt ihr Fußgröße 42-43, dann 43-46 kaufen, etc. Oder einfach einszueins passend zur SCHUHgrösse kaufen.
  • Die besten Socken produziert Falke: FALKE Herren Trekking-Socke TK 2, die genannten Socken zeichnen sich durch gute Passform aus und sind dort verstärkt, wo man sich schnell Blasen holt (Zehen und Ferse). Zieht diese unter eure oliven BW-Socken, dies ist ein weiterer Geheimtipp, Blasen vorzubeugen. Es ist Vorschrift (ZDV), dass ihr immer die BW Socken sichtbar in die Schuhe anziehen müsst - aber es gibt zum Glück keine Vorschrift, die 2 Socken anziehen verbietet :-). Ich empfehle immer 2 Paar Socken in die Stiefel anzuziehen: Schweiss wird aufgesaugt, Blasen vermieden und die Kampfstiefel sitzen besser und scheuern nicht. Denkt auch daran, alle eure Socken nur mit wenig Waschmittel und keinem Weichspüler zu waschen! Jeder Rest von Waschmittel in den Socken weicht zusätzlich eure Fusshaut auf: Blasengefahr (alter Tipp vom Uffz.. - der stimmt).

Alexander berichtet über seine Zeit & Erfahrung beim Heer 2002-2003

  1. Warum hast du dich dafür entschieden Wehrdienst zu leisten? Oder war das damals noch Pflicht als du das gemacht hast?
  2. Was hat es mit der Musterung auf sich, was passiert da konkret?
  3. Wie lange geht der Wehrdienst?
  4. Was lernt man da alles?
  5. Ist man dann permanent im Dienst oder darf man zwischendurch auch nach Hause?
  6. Kann man selbst entscheiden ob man hier in Deutschland stationiert bleibt oder zum Beispiel nach Afghanistan muss?
  7. Wie viel verdient man?
  8. Wie sind die Karrierechancen nach dem Wehrdienst?
  9. Mit welchen Waffen hantiert man alles?
  10. Wie viel Fitnesstraining gibt es? Sollte man da bereits ein Mindestmaß an Fitness mitbringen?
  11. Ist das Essen so schlecht wie es ihm nachgesagt wird?
  12. Was hat dir persönlich Spaß gemacht?