(Anmerkung: So war das damals bei mir (heute gibt es ja nur noch den Freiwilliger Wehrdienst, FWD) - ich war Grundwehrdienstleistender, GWDL und machte Grundwehrdienst, GWD, und verlängerte um 3 Monate auf Freiwilliger Wehrdienst Leistender, FWDL. Ich war 2002-2003 bei der Bundeswehr.)

Das wohl wichtigste Thema!

Achtung, aufpassen! Stillgestanden!

Was sollte ich zur 1. Woche beim Wehrdienst und der AGA mitnehmen? FAST NICHTS! Das war bei mir 2002 so – das ist auch heute nicht wirklich anders!

  • Grob gesagt, außer Telefon, Zahnpasta, Seife und Zahnbürste und etwas Geld NICHTS!

Ok, etwas mehr schon. Das erkläre ich dir jetzt!

Wir waren damals nach 2 Tagen schon voll eingekleidet gewesen. Heute seid ihr sicher auch am zweiten Tag schon voll eingekleidet.

Was ihr aber wirklich mitnehmen solltet, beim Wehrdienst Dienstantritt und Einberufung: Was man die ersten Tage oder erste Woche mitnehmen sollte:

Ne Empfehlung ist noch: Nen Paar Turnschuhe und ne Sporthose für abends – sollten eure Bundeswehr Turnschuhe Blasen verursachen könnt ihr auf “Ausnahme” eure eigenen beim Sport tragen.

Viel mehr braucht ihr nicht. Kommt nicht auf die SAU DUMME IDEE, einen Reisekoffer voll mit Klamotten, Handtücher, Bücher, Laken, Gummstiefel und Angelrute usw. mitzunehmen!

Ihr seid ab Einberufungstermin SOLDAT!

Privates also so wenig wie möglich – ihr habt kein Platz in eurem Spind!

Es gibt alles, was ihr braucht, außer Socken, Unterhosen, Zahnbürste, Pasta und Süßkram – das könnt ihr Nachkaufen.

Den Süßkram könnt ihr auch noch im Mannschaftsheim kaufen.

Ich sah viele, die ganze Reisetaschen dabei hatten! Ich hatte einen kleinen Rucksack mit einer Sporthose und Waschzeug.

Das hatte auch gerade gelangt.

Um es nochmal zu sagen: Ihr werdet, außer den Dingen, die ich euch genannt hab, nicht viel brauchen. Und wenn ihr mehr mit bringt, müsst ihr es irgendwo ausserhalb dem Spind verstauen und eure Uffze werden damit Schabernack machen.

Wie gesagt: Ich rede von der ERSTEN WOCHE! Nich das erste Jahre – manche Foren und Webseiten empfehlen dir ja deine halbe Wohnung mitzunehmen – nimm nur das Wichtigste mit, was ich dir empfohlen habe.

GARNIX! Also. Manchmal findet ihr im Netz solche richtig dicken, langen Zettel. Und ihr glaubt, wenn ihr das liest, dass ihr 3 Monate lang eure Mammi nicht sehen wird. Bullshit. Die lassen euch extra das erste Wochenende immer heim, damit ihr euch daheim ausheulen könnt 🙂

Wenn du dann mal am Wochenende zu hause warst, kannst du gut und gerne Gummipuppe und Laptop mitbringen und versuchen in den eh schon übervollen Spind zu stecken 😉

NOCHMAL

Kauft euch noch 2 mal das Bundeswehr Original Wehrdienst T-Shirt (bei Amazon). Billig und robust, denn ihr bekommt nur 3 Stück am Anfang! .. und die sind für 1 Woche etwas wenig, wenn ihr nicht nach 3 Tagen stinken wollt, wie nen Ziegenbock! Empfehlenswert ist das olive. Kann auch gebraucht im BW Shop sein Hauptsache: ORIGINAL Bundeswehr T-Shirt (bei Amazon).

Also. Spätestens nach 3 Tagen habt ihr eh eure komplette Ausrüstung und seht dann alle schön Oliv-Grün aus.
Nehmt also erstmal DAS mit, was auf eurer “Einladung” steht. Ich erinnere mich noch an so Zeugs wie Führerschein, Perso, Impfausweis.

An Persönlichem Krempel empfehle ich auch nur das Nötigste. Das hat nen einfachen Grund: Ihr hab kein Platz. In eurem Spint habt ihr nur ein Privatfach. Alles andere an eurem Zeugs müsst ihr unter euer Bett verstecken. Und Uffze haben nen riesigen Spass damit, dass alles was irgendwo nicht grün ist und rausguckt, anzubrüllen. Euch inklusive.

Persönliches Waschzeug. Rasierer. Auch Nicht-Rasierer werden zu Rasierer beim Bund! Bissel Jogging-Klamotten. Turnschuhe. Unterwäsche. Aber nur nicht zuviel.

Ich kam damals mit nem kleinen Rucksack (das Daypack-Format). Andere kamen an, wie zu ner Kreutzfahrt bewaffnet. Die hätte man mal erleben sollen, wie sie ihr Zeugs unterbringen wollten… Ihr dürft es nämlich nur unter eurem Bett deponieren, denn in eurem Spind ist dafür kein Platz und auf dem Spind ist nicht erlaubt!

Dennoch: Sogar wir bekamen ein Willkommens-Geschenk. Da befand sich Rasierer, Gel, Duschzeugs und noch was drin. Praline und FHM gabs leider nicht geschenkt. Aber im Mannschaftsheim konnte man sich es dort holen.

Travel Light. Ihr werdet an mich denken.

Hier gibt es noch mehr TIPPS, für euer Überleben in der Grundausbildung, AGA:

 

Entdecke jetzt, wie du warme Hände und Füße haben wirst! Tipps für warme Hände und Füße!

Eignet sich natürlich auch außerhalb eures Dienstes..

Empfehlenswertes Zubehör für Grundausbildung

Welches Zubehör kann ich empfehlen? Für deine erste Zeit und erste Woche im Wehrdienst benötigst du:
  • Xenofit Hirschtalg-Sportcreme - hilft extremst Blasen vorzubeugen!! Selbst getestet.
  • Compeed Blasenpflaster - hilft, wenn die Blase einmal da ist.. Und hilft, damit die Blase nicht schlimmer wird, wenn sie da ist.. Diese Pflaster sind super bei großen Blasen.
  • Leukoplast - damit könnt ihr Blasen überkleben.
  • Panzertape - besorgt ihr euch vorher, damit klebt ihr eure Fersen zu. Auch nach 20 km bekommt ihr dann keine Blasen!
  • Original BW Unterhemd. Kauft euch zwei zusätzliche. Ihr werdet sehr viele dieser Dinger verschwitzen und werdet froh sein, wenn ihr zusätzliche habt. Es gibt von der BW nur 3, und die sind zu wenig! 2x kaufen, dann habt ihr genügend T-Shirts zum wechseln (glaubt mir einfach...).
  • *Pinzette, um Zecken zu entfernen & eine Zeckenzange (beides kaufen und mitbringen! Das eine ist für euch, das andere für die Kameraden - die es dann verlieren... wie so oft ... ). Lass die Finger von den üblichen Apotheken-Plastikkackdinger - die taugen nichts und quetschen die Zecken>Infektionsgefahr. Ne spezielle Zange & Pinzette ist das beste, wie hier. So hasst du beides in einem: diese Zange zum herausheben oder Pinzette - je nachdem wie groß der Bock ist und wie schwer oder leicht erreichbar. Und diese Scheckkartenformate sind bei Hund oder Mensch unpraktisch. Und wenn: GANZ LANGSAM herausziehen - dann passiert nix euch. Nicht reissen, kein Drehen, kein Hebeln. Die müsst ihr nicht im Marschgepäck dabei haben - auf der Stube lassen genügt. Und ihr werdet euren Kameraden ne Freude machen: Die haben garantiert nichts.

Tipps für die Kampfstiefel

  • Ein Geheimtipp: Seal-Skinz wasserdichte Socken - denn eure normalen Kampfstiefel sind nur aus Leder: nach 24h Einsatz im Biwak oder Gelände bei feuchtem Wetter wirds innen nass, dann gibts Reibung und Blasen. Da ist gleich so ein paar bei Feuchtigkeit zu tragen echt super.. Zu meiner Zeit gab es sowas feines leider noch nicht, aber heute habt ihr die Möglichkeit, eure Füße länger trocken zu halten. Ich nutze diese in normalen Stiefeln und nasse Füße sind Geschichte! Sind etwas teuer, das stimmt, aber halten dicht bei nassem Wetter. Und trockene Füße geben keine Blasen! 1 Nummer Größer kaufen: habt ihr Fußgröße 42-43, dann 43-46 kaufen, etc. Oder einfach einszueins passend zur SCHUHgrösse kaufen.
  • Die besten Socken produziert Falke: FALKE Herren Trekking-Socke TK 2, die genannten Socken zeichnen sich durch gute Passform aus und sind dort verstärkt, wo man sich schnell Blasen holt (Zehen und Ferse). Zieht diese unter eure oliven BW-Socken, dies ist ein weiterer Geheimtipp, Blasen vorzubeugen. Es ist Vorschrift (ZDV), dass ihr immer die BW Socken sichtbar in die Schuhe anziehen müsst - aber es gibt zum Glück keine Vorschrift, die 2 Socken anziehen verbietet :-). Ich empfehle immer 2 Paar Socken in die Stiefel anzuziehen: Schweiss wird aufgesaugt, Blasen vermieden und die Kampfstiefel sitzen besser und scheuern nicht. Denkt auch daran, alle eure Socken nur mit wenig Waschmittel und keinem Weichspüler zu waschen! Jeder Rest von Waschmittel in den Socken weicht zusätzlich eure Fusshaut auf: Blasengefahr (alter Tipp vom Uffz.. - der stimmt).

Der ULTIMATIVE Ausrüstungstipp für den Dienst

Nen Tipp, denn ihr werdet keine haben oder mit eurer ollen Fozzil Uhr auftauchen wollen: Ne Billige, aber wasserdichte Casio Uhr MIT Licht drin. Wie z.B: diese Casio Uhr*.

Warum? Erstens habt ihr immer ne genaue Uhrzeit.

Zweitens: Habt ihr nen Wecker und braucht euer doofes Handy nicht mit rumschleppen. Ganz ehrlich: 5 Tage Biwak und euer Handy ist dabei? Am besten noch mit Akkupack? Jetzt komm, verarsch mich nicht… Die Mumu deiner Fräundin wird nicht trocken, wenn dein Akku leer ist und du nicht anrufen kannst. Aber dein Stuffz wird dich morgens raus föhnen, wenn du nicht früh genug vom Kamerad oder deiner Casio geweckt wirst. Und für die Akkudose kannst du dir paar Riegel mitnehmen. Die halten dich fit, die Lithiumbatterien nicht.

Drittens: du hast ne MINILAMPE drin. Stockdunkel? Akku vom Doofphone ist leer und der Akkupack beim Kameraden steckt in seiner Unterhose zum Aufwärmen der Klöten? Dann freust du dich, wenn du ne kleine Lampe am Handgelenk hast, die blinkt um Stockdunkelwald und du siehst, welche richtug du aussem Schlafsack aussteigen kannst. Hab gehört, in so nem Schlafsack kann es dunkel sein.

Viertens: das ding sollte mindestens 50m Schwimmdicht sein - dann schaffst du auch die Schwimmprüfung ohne Uhr abfummeln zu müssen. Wenn du tauchen musst, nimm 100m Dichtheit. Die genannte Uhr kostet nicht mal nen Zwanni und ist 100m dicht.

Fünftens: Hast nen wasserdichten Plastikbomber mit Minilampe und Wecker am arm, wird es dir auch egal sein, wenn du dich im Matsch oder in den Graben wirfst. Oder von der HiBa über ne Holzlatte kugelst. Bei deiner Achsotollen-Fozzil-Uhr wirst dich nicht ins Feld werfen.

Sechtens: Beim NACHTALARM machen die Uffze auch nicht immer für euch das Licht an. Da seid ihr froh, wenn ihr ne Minilampe am Handgelenk habt, um den Weg zum Spind zu finden...

Die genannte Casio langt dicke und ist unauffällig schwarz. Ne schlichte G-Shock tut es auch, was gescheites kostet aber um die fünfzig euro.

Ich hab dir übrigens die 100m Variante von Casio ausgesucht. Dann kannst du auch nach der Gewehrattrappe im Pool tauchen, wenn du die Schwimmprüfung ablegen musst 🙂 Hier meine Empfehlung: diese Casio Uhr*.

Alexander berichtet über seine Zeit & Erfahrung beim Heer 2002-2003

  1. Warum hast du dich dafür entschieden Wehrdienst zu leisten? Oder war das damals noch Pflicht als du das gemacht hast?
  2. Was hat es mit der Musterung auf sich, was passiert da konkret?
  3. Wie lange geht der Wehrdienst?
  4. Was lernt man da alles?
  5. Ist man dann permanent im Dienst oder darf man zwischendurch auch nach Hause?
  6. Kann man selbst entscheiden ob man hier in Deutschland stationiert bleibt oder zum Beispiel nach Afghanistan muss?
  7. Wie viel verdient man?
  8. Wie sind die Karrierechancen nach dem Wehrdienst?
  9. Mit welchen Waffen hantiert man alles?
  10. Wie viel Fitnesstraining gibt es? Sollte man da bereits ein Mindestmaß an Fitness mitbringen?
  11. Ist das Essen so schlecht wie es ihm nachgesagt wird?
  12. Was hat dir persönlich Spaß gemacht?