Kommt man im Alter von erst 18 Jahren zur Bundeswehr ist man geprägt von Familie und Freunden. Die Anforderungen und Eigenschaften für ein erfülltes Leben waren mir zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt, bzw. nicht bewusst. Dass das Leben aus mehr besteht, als dem neuesten iPhone und nächtelangem Durchfeiern in der angesagtesten Kneipe der Stadt, habe ich erst später erfahren. Die Kameradschaft und damit verbundene Eigenschaften wie Loyalität, Verlässlichkeit und Durchsetzungsvermögen habe ich bei der Bundeswehr gelernt. Ebenso habe ich erkannt, dass die Bezahlung alleine nicht glücklich macht. Diese Erkenntnisse sind mir nützlich und ein wichtiges Fundament für mein weiteres Leben geworden.

Vertrauen und Verlässlichkeit

Führung ist naturgemäß ein wichtiges Thema bei der Bundeswehr. Damit diese funktioniert, ist ein kluges Urteil mit Blick auf eine sich stellende offene Frage erforderlich. So gewinnt der Vorgesetzte das Vertrauen der Mannschaft und kann sich in weiterer Folge voll und ganz auf sein Team verlassen. Das ist nicht nur ein Markenzeichen der Bundeswehr, sondern auch jedes Teams in der Wirtschaft. Die Kameraden können sich sicher sein, dass sie sich auf das Vertrauen und die Urteilskraft jedes Einzelnen verlassen können und geben dieses Vertrauen auch gerne zurück.

Kameradschaft ist also eine ganz besondere Form von Kollegialität und geht über diese Form des Zusammenhalts weit hinaus. Das gemeinsame Erleben und erfolgreiche Bewältigen von Aufgaben schweißt zusammen. Dieser Zusammenhalt prägt fürs Leben und hält oft noch viele Jahre nach dem gemeinsamen Dienst an der Gemeinschaft. Ein guter Anführer kommuniziert seine Ziele offen und klar. Mit dem richtigen Gespür für die Kameraden und die Situation kann er Probleme erkennen, bevor sie entstehen und sie sogar von vorneherein vermeiden.

Gemeinsam sind wir stark

Leopard 2 A7

Die Kameradschaft kann nicht von oben verordnet oder durch Gesetze bestimmt werden. Sie muss aus dem Team selbst heraus entstehen. Das ist besonders dann einfach, wenn man sich im Team auch privat gut versteht und die gleichen Hobbys teilt. Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist Entspannung angesagt. Das kennt schließlich jeder.

Ich persönlich habe da verschieden Interessen. Den Sonntagnachmittag mit den Kameraden auf der Couch mit einer neuen TV-Serie zu verbringen, übt auf mich genau so viel Reiz aus, wie die Zeit beim Sport. Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon Instant Video haben da ja zu Glück ein sehr breites Angebot. Natürlich lese ich gerne ein gutes Buch oder versuche meinen Rekord bei einem Videospiel auf der PlayStation gegen Freunde zu verteidigen. Aber auch hier ist manchmal weniger mehr. Es darf auch schon einmal ein Spieleklassiker aus der guten alten Zeit sein, wenn ich für einige Stunden geistig abschalten möchte. Meistens haben wir uns aber dem gemeinsamen Sport gewidmet. Körperliche Aktivität ist bei der Bundeswehr ja nichts Neues und so waren wir es immer gewohnt, uns beim Fußball, Basketball oder Radfahren auszutoben. Wie bei allen anderen Aktivitäten auch, macht es gemeinsam einfach mehr Spaß. So haben wir einfach Teams zusammengestellt und gekickt. Das macht mit den Kameraden viel Spaß, dass wir es oft kaum mehr erwarten konnten, die nächste Runde zu spielen.

Niederlagen gehören dazu, aber wenn es gegen die eigenen Kameraden geht, tut das halb so weh. Am Abend haben wir dann immer eine „Nachbetrachtung“ unserer Leistung in unserer Lieblingskneipe abgehalten. Der alte Spruch „Gemeinsam sind wir stark“ hat schon seine Relevanz. Niemand kann alleine alles im Leben schaffen, Freunde und Kameraden sind eine große und wichtige Stütze. Daher ist es unbedingt notwendig seine sozialen Kontakte zu pflegen und bei Bedarf für seinen Kameraden da zu sein.

Fazit

Unter dem Strich war die Bundeswehr eine wichtige Erfahrung für mich. Ich habe neue Perspektiven gewonnen und erkannt, dass Kameradschaft mehr ist, als nur gemeinsam zu feiern. Heute bin ich froh über das, was ich in den wenigen Monaten an Erkenntnissen bei der Bundeswehr für mein weiteres Leben gewonnen habe. Ich habe erkannt, wie wichtig die Gemeinschaft ist, und wie wertvoll auch mein Beitrag dazu sein kann.

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Eignet sich natürlich auch außerhalb eures Dienstes..

Empfehlenswertes Zubehör für Grundausbildung

Welches Zubehör kann ich empfehlen? Für deine erste Zeit und erste Woche im Wehrdienst benötigst du:
  • Xenofit Hirschtalg-Sportcreme - hilft extremst Blasen vorzubeugen!! Selbst getestet.
  • Compeed Blasenpflaster - hilft, wenn die Blase einmal da ist.. Und hilft, damit die Blase nicht schlimmer wird, wenn sie da ist.. Diese Pflaster sind super bei großen Blasen.
  • Leukoplast - damit könnt ihr Blasen überkleben.
  • Panzertape - besorgt ihr euch vorher, damit klebt ihr eure Fersen zu. Auch nach 20 km bekommt ihr dann keine Blasen!
  • Original BW Unterhemd. Kauft euch zwei zusätzliche. Ihr werdet sehr viele dieser Dinger verschwitzen und werdet froh sein, wenn ihr zusätzliche habt. Es gibt von der BW nur 3, und die sind zu wenig! 2x kaufen, dann habt ihr genügend T-Shirts zum wechseln (glaubt mir einfach...).
  • *Pinzette, um Zecken zu entfernen & eine Zeckenzange (beides kaufen und mitbringen! Das eine ist für euch, das andere für die Kameraden - die es dann verlieren... wie so oft ... ). Lass die Finger von den üblichen Apotheken-Plastikkackdinger - die taugen nichts und quetschen die Zecken>Infektionsgefahr. Ne spezielle Zange & Pinzette ist das beste, wie hier. So hasst du beides in einem: diese Zange zum herausheben oder Pinzette - je nachdem wie groß der Bock ist und wie schwer oder leicht erreichbar. Und diese Scheckkartenformate sind bei Hund oder Mensch unpraktisch. Und wenn: GANZ LANGSAM herausziehen - dann passiert nix euch. Nicht reissen, kein Drehen, kein Hebeln. Die müsst ihr nicht im Marschgepäck dabei haben - auf der Stube lassen genügt. Und ihr werdet euren Kameraden ne Freude machen: Die haben garantiert nichts.

Tipps für die Kampfstiefel

  • Ein Geheimtipp: Seal-Skinz wasserdichte Socken - denn eure normalen Kampfstiefel sind nur aus Leder: nach 24h Einsatz im Biwak oder Gelände bei feuchtem Wetter wirds innen nass, dann gibts Reibung und Blasen. Da ist gleich so ein paar bei Feuchtigkeit zu tragen echt super.. Zu meiner Zeit gab es sowas feines leider noch nicht, aber heute habt ihr die Möglichkeit, eure Füße länger trocken zu halten. Ich nutze diese in normalen Stiefeln und nasse Füße sind Geschichte! Sind etwas teuer, das stimmt, aber halten dicht bei nassem Wetter. Und trockene Füße geben keine Blasen! 1 Nummer Größer kaufen: habt ihr Fußgröße 42-43, dann 43-46 kaufen, etc. Oder einfach einszueins passend zur SCHUHgrösse kaufen.
  • Die besten Socken produziert Falke: FALKE Herren Trekking-Socke TK 2, die genannten Socken zeichnen sich durch gute Passform aus und sind dort verstärkt, wo man sich schnell Blasen holt (Zehen und Ferse). Zieht diese unter eure oliven BW-Socken, dies ist ein weiterer Geheimtipp, Blasen vorzubeugen. Es ist Vorschrift (ZDV), dass ihr immer die BW Socken sichtbar in die Schuhe anziehen müsst - aber es gibt zum Glück keine Vorschrift, die 2 Socken anziehen verbietet :-). Ich empfehle immer 2 Paar Socken in die Stiefel anzuziehen: Schweiss wird aufgesaugt, Blasen vermieden und die Kampfstiefel sitzen besser und scheuern nicht. Denkt auch daran, alle eure Socken nur mit wenig Waschmittel und keinem Weichspüler zu waschen! Jeder Rest von Waschmittel in den Socken weicht zusätzlich eure Fusshaut auf: Blasengefahr (alter Tipp vom Uffz.. - der stimmt).

Der ULTIMATIVE Ausrüstungstipp für den Dienst

Nen Tipp, denn ihr werdet keine haben oder mit eurer ollen Fozzil Uhr auftauchen wollen: Ne Billige, aber wasserdichte Casio Uhr MIT Licht drin. Wie z.B: diese Casio Uhr*.

Warum? Erstens habt ihr immer ne genaue Uhrzeit.

Zweitens: Habt ihr nen Wecker und braucht euer doofes Handy nicht mit rumschleppen. Ganz ehrlich: 5 Tage Biwak und euer Handy ist dabei? Am besten noch mit Akkupack? Jetzt komm, verarsch mich nicht… Die Mumu deiner Fräundin wird nicht trocken, wenn dein Akku leer ist und du nicht anrufen kannst. Aber dein Stuffz wird dich morgens raus föhnen, wenn du nicht früh genug vom Kamerad oder deiner Casio geweckt wirst. Und für die Akkudose kannst du dir paar Riegel mitnehmen. Die halten dich fit, die Lithiumbatterien nicht.

Drittens: du hast ne MINILAMPE drin. Stockdunkel? Akku vom Doofphone ist leer und der Akkupack beim Kameraden steckt in seiner Unterhose zum Aufwärmen der Klöten? Dann freust du dich, wenn du ne kleine Lampe am Handgelenk hast, die blinkt um Stockdunkelwald und du siehst, welche richtug du aussem Schlafsack aussteigen kannst. Hab gehört, in so nem Schlafsack kann es dunkel sein.

Viertens: das ding sollte mindestens 50m Schwimmdicht sein - dann schaffst du auch die Schwimmprüfung ohne Uhr abfummeln zu müssen. Wenn du tauchen musst, nimm 100m Dichtheit. Die genannte Uhr kostet nicht mal nen Zwanni und ist 100m dicht.

Fünftens: Hast nen wasserdichten Plastikbomber mit Minilampe und Wecker am arm, wird es dir auch egal sein, wenn du dich im Matsch oder in den Graben wirfst. Oder von der HiBa über ne Holzlatte kugelst. Bei deiner Achsotollen-Fozzil-Uhr wirst dich nicht ins Feld werfen.

Sechtens: Beim NACHTALARM machen die Uffze auch nicht immer für euch das Licht an. Da seid ihr froh, wenn ihr ne Minilampe am Handgelenk habt, um den Weg zum Spind zu finden...

Die genannte Casio langt dicke und ist unauffällig schwarz. Ne schlichte G-Shock tut es auch, was gescheites kostet aber um die fünfzig euro.

Ich hab dir übrigens die 100m Variante von Casio ausgesucht. Dann kannst du auch nach der Gewehrattrappe im Pool tauchen, wenn du die Schwimmprüfung ablegen musst 🙂 Hier meine Empfehlung: diese Casio Uhr*.

Alexander berichtet über seine Zeit & Erfahrung beim Heer 2002-2003

  1. Warum hast du dich dafür entschieden Wehrdienst zu leisten? Oder war das damals noch Pflicht als du das gemacht hast?
  2. Was hat es mit der Musterung auf sich, was passiert da konkret?
  3. Wie lange geht der Wehrdienst?
  4. Was lernt man da alles?
  5. Ist man dann permanent im Dienst oder darf man zwischendurch auch nach Hause?
  6. Kann man selbst entscheiden ob man hier in Deutschland stationiert bleibt oder zum Beispiel nach Afghanistan muss?
  7. Wie viel verdient man?
  8. Wie sind die Karrierechancen nach dem Wehrdienst?
  9. Mit welchen Waffen hantiert man alles?
  10. Wie viel Fitnesstraining gibt es? Sollte man da bereits ein Mindestmaß an Fitness mitbringen?
  11. Ist das Essen so schlecht wie es ihm nachgesagt wird?
  12. Was hat dir persönlich Spaß gemacht?